Botschafter lateinamerikanischer Länder – unter anderem aus Brasilien – Sie nahmen an einem informellen Treffen in Rom teil, um die Auswirkungen des von der Regierung Meloni am 28. März verabschiedeten Dekretgesetzes zur italienischen Staatsbürgerschaft zu erörtern. Das Treffen fand auf Wunsch der Diplomaten in Montecitorio, dem Sitz der Abgeordnetenkammer, statt.
Die Initiative kam von Parlamentariern Fabio Porta (PD) und Franco Tirelli (MAIE-Noi Moderati), beide gewählt vom südamerikanischen Wahlkreis. Laut Porta versuchten die ausländischen Vertreter, den Inhalt und die Folgen des neuen Gesetzestextes zu verstehen, der rund 50 Millionen auf dem Kontinent lebende italienische Nachkommen direkt betreffen könnte.
„Wir bringen unsere Ablehnung sowohl der Methode der Regierung zum Ausdruck, die darin besteht, in dieser Angelegenheit auf die Dringlichkeitserklärung zurückzugreifen, als auch der Begründung des Außenministers in der Pressekonferenz nach dem Ministerrat, die voller negativer und in einigen Fällen fehlerhafter Hinweise auf die von unseren Landsleuten im Ausland gestellten Anträge auf Staatsbürgerschaft war“, erklärte Porta in einer Mitteilung an Italianismo.
Die Abgeordneten wiesen zudem auf die Risiken für Italiens internationales Image und die Möglichkeit einer historischen Entfremdung zwischen dem Land und seinen Gemeinschaften in Lateinamerika hin.
„Auch hinsichtlich des Inhalts der Bestimmung bringen wir unsere tiefe Verwunderung zum Ausdruck, verbunden mit der Sorge, dass die Umwandlung des Dekrets in ein Gesetz zu einem Imageschaden, erheblichen Störungen und vor allem zu einem irreparablen Bruch unserer historischen Bindungen mit den Gemeinschaften führen wird, die historisch in den Wohnsitzländern verwurzelt sind“, fügte der Abgeordnete hinzu.

Die Botschafter nahmen an dem Treffen teil Renato Mosca de Souza (Brasilien), Ennio Vivaldi Véjar (Chile), Ligia Margarita Quessep Bitar (Kolumbien), Anolin Ayaviri Gomez (Bolivien), Mirta Granda Averhoff (Kuba), unter anderem. Alle äußerten ihre Besorgnis über die möglichen Auswirkungen des Dekrets in ihren jeweiligen Ländern, so Porta.
„Die Diplomaten haben die Grundlagen unseres Engagements in der Kammer und im Senat verstanden, eine Bestimmung zu bekämpfen, die bereits stark negative Auswirkungen nicht nur auf die italienische Gemeinschaft, sondern auch auf die Länder Lateinamerikas selbst hatte“, schloss Porta.











































