Die im Ton einer Chronik verfasste Zeitung „La Voce di Zoldo“ entstand als humorvolle Antwort auf die Diskussionen über das Profil des Bürgermeisters von Val di Zoldo, Camillo De Pellegrin, auf Facebook. Die Veröffentlichung simuliert eine Sonntagsausgabe einer traditionellen Bergzeitung vom 23. März 2025.
Anlass für die Initiative waren Äußerungen des Bürgermeisters selbst und seiner aktivsten Unterstützerin, der städtischen Mitarbeiterin Alina Maier. Gemeinsam sind sie in langwierige Auseinandersetzungen mit in Brasilien geborenen Nachkommen italienischer Staatsbürger verwickelt, die Verwaltungsentscheidungen und die Staatsbürgerschaft in Frage stellen. ius sanguinis.
Die fiktive Ausgabe enthält Berichte über die Verbindung zwischen Val di Zoldo und Brasilien, mit Schwerpunkt auf der Kampagne „Zoldo Ritrova die Wurzeln“ („Zoldo findet seine Wurzeln wieder“, in freier Übersetzung). Mit dem Vorschlag sollen Nachkommen italienischer Staatsbürger gewonnen werden, die ihre Wurzeln wiederentdecken und sich, wenn sie dies wünschen, in der Region niederlassen möchten.
Auch Liebesgeschichten, kulturelle Reflexionen und Fragen der Zugehörigkeit finden ihren Platz. Der Text, unterzeichnet von Arthur Bossi, übernimmt die Struktur einer Lokalzeitung, mit einem liebevollen Ton und einer zugänglichen Sprache.
Das Dokument beschreibt die aktuelle Realität des Val di Zoldo, einer Stadt in den italienischen Dolomiten, die vor der Entvölkerung steht. Angesichts geschlossener Schulen und rückläufiger Geschäftszahlen versucht die Gemeinschaft, dieser Situation entgegenzuwirken, indem sie auf ihre historischen Bindungen zu Brasilien setzt.
Das Projekt umfasst eine zweisprachige Website mit Informationen zu Genealogie, Wurzeltourismus und praktischen Richtlinien für das Leben in den Bergen. Lokale Familien und Freiwillige werden bei der Integration der neuen Einwohner helfen, die dadurch auch leichter Immobilien erwerben und kleine Unternehmen eröffnen können.
Das Ziel, so Bürgermeister Camillo „Tedesco“ – in der fiktiven Zeitung –ist es, ein Netzwerk authentischer Beziehungen aufzubauen, wobei der Schwerpunkt auf der Bewahrung von Traditionen und der Stärkung des Gemeinschaftslebens liegt.
Durch die Mischung von Erinnerung, Lokalpolitik und Ironie präsentiert sich „La Voce di Zoldo“ als elegante Satire, aber auch als Hommage an die Zoldan-Identität.
Download als PDF: Zoldos Stimme
































































